Zukunftsweisende Forschung ohne Tierversuche – neue Kino-Dokumentation zeigt wichtige Ansätze
22. April 2026
Internationaler Tag des Versuchstiers (24. April)
Zukunftsweisende Forschung ohne Tierversuche – neue Kino-Dokumentation zeigt wichtige Ansätze
Zum Internationalen Tag des Versuchstiers am 24. April fordert der Deutsche Tierschutzbund tierversuchsfreie Wissenschaft massiv zu fördern und den Ausstieg aus Tierversuchen einzuleiten. Leid und Tod von jährlich Millionen Tieren, die in Versuchen zum Einsatz kommen oder als sogenannte Überschusstiere getötet werden, könnte so ein Ende haben. In den Laboren der Zukunft entwickeln visionäre Forscher bereits Technologien, die präzisere Ergebnisse liefern als Tierversuche – das zeigt der neue Kinofilm „Future Science“ und gibt damit einen entscheidenden Impuls.
„Tierversuche sind nicht nur ineffizient und teuer, sondern liefern häufig keine übertragbaren und relevanten Ergebnisse für den Menschen“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Im Einklang mit dem Staatsziel Tierschutz im deutschen Grundgesetz ist es entscheidend, den längst überfälligen Ausstieg aus Tierversuchen einzuleiten. „Die Politik muss endlich handeln: Die Reduktionsstrategie für Tierversuche, die unter der Ampel-Koalition erarbeitet wurde, liegt vor – es ist an der Zeit, dass die aktuelle Bundesregierung sie umsetzt.“
Zuletzt wurden in Deutschland 1.327.931 Tiere für wissenschaftliche Experimente verwendet. Hinzu kommen 626.538 Tiere, die getötet wurden, um ihre Organe oder Gewebe für Forschungszwecke zu entnehmen. 1.109.100 sogenannter Überschusstiere wurden für die Wissenschaft gezüchtet, dann aber getötet, weil sie keine Verwendung fanden. Obwohl die Zahlen in den letzten Jahren leicht rückläufig sind, bleibt die Situation besorgniserregend und erfordert Maßnahmen auf gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und gesetzlicher Ebene.
Abschied von Tierversuchen: Film beleuchtet innovative Alternativen
Der Kinofilm „Future Science“ thematisiert einen der tiefgreifendsten Umbrüche in der modernen Wissenschaft und verdeutlicht, wie die Wissenschaft der Zukunft aussehen könnte. Dank innovativer Technologien wie Multi-Organ-Chips, 3D-Bioprinting und Künstlicher Intelligenz lassen sich Krankheiten und Medikamente am menschlichen Modell erforschen. Die Methoden sind präziser und sicherer als Tierversuche, außerdem auch ethisch unbedenklich. Der Film beleuchtet zudem die Machtstrukturen hinter dem bestehenden Tierversuchssystem und ruft zu einem Umdenken auf. “Future Science“ feiert am 25. April Deutschlandpremiere und wird in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Mehr Informationen unter https://futuresciencefilm.de/
Hinweis an die Redaktionen: In seinem „Wegweiser Tierversuchsfreie Wissenschaft“ zeigt der Deutsche Tierschutzbund die Vielfalt und Möglichkeiten tierversuchsfreier Methoden auf. Den „Wegweiser Tierversuchsfreie Wissenschaft” finden Sie hier zum Download.